Krisenmanagement: Motorola spaltet sich auf

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Die Privatkundensparte soll im Wesentlichen aus der Handy-Sparte bestehen, die seit einiger Zeit tief in die roten Zahlen gerutscht ist. Auch der verhältnismäßig große Verkaufserfolg des Android-Modells Motorola Milestone konnte dies nicht abfangen – an die Verkaufszahlen eines einstigen Erfolgsmodells RAZR kam auch dieses nicht einmal ansatzweise heran. Das zweite große Standbein sollen Empfangsgeräte für das Kabelfernsehen sein. Der dagegen bislang noch profitabel arbeitende Geschäftskundenbereich wird Felder wie Barcode-Scanner, Lesegeräte für Funketiketten, Rundfunktechnik, Sicherheitssysteme und die Netztechnik für Handys abdecken.

Motorola hatte seit Jahren überlegt, wie es die immer größer werdende Krise am besten überwinden könnte. Schon 2007 war der Gewinn eingebrochen, 2008 folgten dann Milliardenverluste. Selbst ein Eindampfen des Personalbestandes im defizitären Handy-Bereich und das Einfrieren von Löhnen konnten daran nicht viel ändern. Auch 2009 noch musste das Unternehmen massive Verluste bekanntgeben. Mitte 2009 hatte die Handy-Sparte 45 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt. Ob die Entflechtung der „beiden Motorolas“ – denn beide Unternehmen sollen den Markennamen weiter nutzen – daran wirklich etwas ändern kann?

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