Denn begonnen hatte alles eigentlich umgekehrt mit einer Klage Nokias vor einem US-Gericht im September 2009. Der Hersteller des iPhones soll der Klageschrift zufolge insgesamt zehn Patente der Finnen verletzt haben, die allesamt für den Betrieb eines Mobiltelefons von essentieller Bedeutung sind. Dabei geht es im Besonderen um die Implementierung von Standards für die drahtlose Kommunikation via GSM, UMTS und WLAN. Auch bei der Sprachkodierung und den Verschlüsselungsverfahren soll Apple abgekupfert haben.
Da die Klage alle iPhone-Modelle betrifft, die seit der Einführung des Kult-Handys im Sommer 2007 verkauft wurden, sah Apple sichtlich sein Geschäft bedroht und ging mit einer Gegenklage vor. Demnach habe vielmehr Nokia gegen 13 Patente des US-Unternehmens verstoßen. Nokia ging daraufhin wiederum noch einen Schritt weiter und legte aufgrund der Verletzung von sieben Patenten durch Apple eine Beschwerde bei der USITC ein und forderte ein Importverbot für eigentlich alle Apple-Produkte.
Nun schlagen die Kalifornier also im gleichen Maße zurück. Die Frage ist nur: Wem schadet der Streit letzten Endes am meisten?
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