
Der finnische Gerätehersteller Nokia hat auf seiner Hausmesse Nokia World mit dem X3 ein neues Einsteigermodell vorgestellt, das ab dem vierten Quartal 2009 für nur 140 Euro erhältlich sein soll. Der niedrige Preis hat allerdings einen hohen technischen Tribut gefordert, Komfortmerkmale wie schnelle Datentransfers, GPS oder einen großen Speicher sucht man hier vergeblich. Im Gegenteil: Das Nokia X3 verfügt lediglich über 64 Megabyte internen Speicher. Das ist für ein dezidiertes Musik-Handy einfach zu wenig.
Wenigstens bei den musikalischen Funktionen kann das Mobiltelefon überzeugen: Das Nokia X3 verfügt über einen ausgereiften MP3-Player, ein internes Radio, Stereo-Lautsprecher, einen 3,5mm-Klinkenanschluss und Stereo-Bluetooth dank Unterstützung des A2DP-Profils. Über drei spezielle Steuerungstasten am linken Display-Rand können Musiktitel vor- und zurückgesprungen werden, eine weitere Sondertaste am rechten Rand ermöglicht die Einstellung der Lautstärke.
Ein widersprüchliches Bild bietet die Akkulaufzeit des 96 x 49,3 x 14,1 Millimeter kleinen Neulings. So kann der Nutzer laut Hersteller zwar bis zu 7,5 Stunden am Stück telefonieren, gleichzeitig soll die Ausdauer im Stand-by-Betrieb nur schwache fünf Tage betragen. Bei Abschaltung aller Telefoniefunktionen kann der integrierte MP3-Player für rund 26 Stunden Musik abspielen, was wiederum ein durchschnittlicher Wert ist.
So bietet sich beim Nokia X3 auch insgesamt besehen ein zwiespältiges Bild. Eigentlich wäre der einfache Slider ein attraktives, günstiges Musik-Handy, das aber in Hinsicht Ausdauer und Speicher einfach zu sehr schwächelt. Es bleibt daher abzuwarten, ob Nokia dem Mobiltelefon wenigstens eine ordentliche Speicherkarte beilegt, damit der Kunde gleich loslegen kann.
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