
Das Display des iPhones gilt im Allgemeinen als dessen Achillesferse. Da die gesamte Gerätefront des Gerätes von der Glasplatte bedeckt und diese nur an den Gerätekanten von einer Metallleiste eingefasst ist, ist das Display besonders anfällig für zum Beispiel Sturzschäden. Dieser Umstand ist sicherlich jedem iPhone-Besitzer wohlbekannt und für sich genommen kaum eine Neuigkeit. Neu ist aber, was derzeit in unserem Nachbarland Frankreich geschieht: Dort beschäftigt eine mysteriöse Häufung von Display-Platzern mittlerweile sogar die Behörden.
Insgesamt gibt es nunmehr neun Fälle von in den Händen ihrer Besitzer explodierter iPhones, zwei weitere Fälle sind noch unbestätigt. In allen Fällen berichten die Nutzer, sie hätten ihr Handy weder fallen lassen noch den Akku sonderlich beansprucht. Vereinzelt war die Vermutung geäußert worden, ein übermäßig heißer Akku könnte für die Vorfälle verantwortlich sein. So dehne sich der fest eingebaute Akku bei zu großer Beanspruchung aus und könne dann von unten auf das Display drücken, wodurch dieses nach außen wegsplittere.
Was auch immer für die seltsame Häufung verantwortlich ist: Tatsache ist, dass immer mehr Fälle gemeldet werden und sie alle in Frankreich liegen. Bei einem einzelnen, in Großbritannien berichteten Fall handelte es sich ebenfalls um das Handy einer französischen Urlauberin. Eine besondere Häufung der Fälle ist laut dem Blog der französischen Tageszeitung Le Figaro in der Region um Avignon und Marseille sowie in Paris zu beobachten. Ob es sich daher um eine schadhafte Großcharge handelt? Welche Regionen Europas wurden noch mit den Geräten beliefert?
Die geplatzten Displays und dadurch zu Schaden gekommene Nutzer (vereinzelt sollen Glassplitter die Augen der Nutzer verletzt haben) beschäftigen in jedem Fall nun auch die französische Behörde für Wettbewerb, Konsumentenschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF). Man beobachte das Problem ganz genau. Da wird sich Apple aber eine gute Ausrede einfallen lassen müssen. Denn bislang hatte der Hersteller stets von ganz wenigen, isolierten Einzelfällen gesprochen. Davon kann aber nun kaum noch die Rede sein.

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