Touchscreen-Handys gibt es immer mehr, und längst sind nicht mehr alle Modelle „smart“, also mit einem bekannten Betriebssystem ausgestattet. Stattdessen setzen insbesondere Samsung und LG Electronics vermehrt auf sogenannte „dumb Touchphones“: Das sind HighEnd-Smartphones, die mangels entsprechend verfügbarer Software zwar nicht so variabel sind wie echte Smartphones, dank ihrer speziell auf das Handy abgestimmten Oberfläche aber besonders leicht und reaktionsschnell zu bedienen sind.
In der aktuellen Ausgabe der „connect“ hat die Redaktion zwei solcher HighEnd-Modelle mit proprietärem Betriebssystem unter die Lupe genommen. Und das Ergebnis ist überraschend: Längst mache nicht mehr die Multimedia-Ausstattung die Entscheidung beim Kauf aus – da seien sowohl das Samsung S8300 als auch das LG Arena gleichermaßen hochwertig. Die Entscheidung dürfte sich vielmehr anhand des Bedienkonzepts ergeben: Während das LG Arena mit der S-Class extra eine neue Bedienoberfläche ähnlich der des iPhones bietet, kombiniert das Samsung S8300 seinen Touchscreen mit einem herkömmlichen 12er-Tastenfeld. Der Kunde darf sich aussehen, wie er sein Handy lieber bedient.
Dafür offenbarten laut connect beide Handys erstaunlich offensichtliche Schwächen bei den Telefoniefunktionen. Sowohl der Empfang als auch die Ausdauer seien bei beiden Modellen bestenfalls Durchschnitt. So zeigt der connect-Test ein typisches Problem der modernen Touchphones auf: Sie sollen immer mehr können, unterscheiden sich in ihrer immensen Ausstattung kaum noch, schwächeln aber ausgerechnet dort, wo es eigentlich auf keinen Fall passieren dürfte: Bei der Kernkompetenz eines Mobiltelefons.

RSS-Feed abonnieren zum Thema
