
Wie das Online-Magazin Golem berichtet, läuft die Linux-Distribution Debian auch auf dem T-Mobile G1. Das Hauptsystem Android bleibe dabei unangetastet, so dass man mit dem Mobiltelefon auch weiterhin telefonieren könne. Der große Vorteil für den Debian-Nutzer: Er hat Zugriff auf die breite Software-Basis der Distribution, die jene des Android-Systems derzeit noch um ein Vielfaches übertrifft.
Debian kann deshalb auf dem T-Mobile G1 installiert werden, weil es laut Golem die ARM-Architektur von Haus aus unterstützt. Die Betreiber der Webseite Androidfanatic.com hätten einen Bootloader und Installer veröffentlicht, mit dem sich die Linux-Distribution daher auf dem Google-Handy installieren lasse. Ein wenig Vorarbeit sei aber nötig, da man dafür den Root-Zugang auf das Handy benötigt. Dies setze wiederum eine leicht modifizierte Firmware voraus. Dann aber könne man die Debian-Distribution auf einer SD-Speicherkarte installieren und von dort aus problemlos starten. Da Debian von der Speicherkarte laufe, bleibt das eigentliche System unangetastet und könne weiterhin genutzt werden.
Lästig ist nur, dass man dann vermutlich jeweils erst das System wechseln und neu booten muss, wenn man bei der Arbeit mit Debian auf die Telefoniefunktionen zurückgreifen möchte. Wer aber vor allem an einem Arbeits-Smartphone interessiert ist, könnte an der Lösung Gefallen finden. Zumindest, wenn einem die Bastelei nicht zu viel ist. Der Installer soll im Übrigen in naher Zukunft auch auf künftigen Android-Handys lauffähig sein.
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