Ratgeber: iOS (iPhone OS) für Smartphones

zurück zur Übersicht

iOS wird von Apple für das iPhone, den iPod touch sowie das iPad verwendet. Es basiert ursprünglich auf der Version 10.5 (Leopard) des Desktop-Betriebssystems Mac OS. Einige US-amerikanische Medien haben ermittelt, dass der Umfang des gesamten Systems trotz dessen Anpassung auf mobile Geräte schon in Version 1 (damals noch als Mac OS oder iPhone OS bezeichnet) stolze 700 Megabyte betrug. Mittlerweile ist iOS 4 die aktuelle Version. Als Programme werden der Safari-Webbrowser, das E-Mail-Programm Apple Mail, der Kalender Apple iCal, der Kartendienst Google Maps und der Notizblock Notes mitgeliefert, dazu kommen kleinere Dienstprogramme.

Vorteil: Überzeugende Touchscreen-Implementierung, große Programmvielfalt
Der große Vorteil von iOS ist naturgemäß die perfekte Abstimmung des Betriebssystems auf die Bedürfnisse des iPhones. Besonders die hervorragende Benutzerführung des Mobiltelefons durch das Multi-Touch-Display hat daher großes Lob geerntet. Besonders eindrucksvoll wird von vielen Anwendern die implementierte Gestenerkennung empfunden. Dieser ermöglicht neben dem einfachen Antippen des Displays eine raffiniertere Steuerung durch Wischbewegungen, Spreizen oder Zusammendrücken der Finger.

Ebenfalls gelobt wird die Programmvielfalt, die an zusätzlich installierbaren Applikationen existiert. Da Apple ein spezielles Entwicklerkit veröffentlicht hat, dass durch einen Emulator auch auf jedem normalen Mac-Rechner die iPhone-Software testen kann, wurden viele Entwickler zur Mitarbeit motiviert. Dies hat dazu geführt, dass für das iPhone-OS mit weitem Abstand die meisten Apps existieren. Über den App Store können die Entwickler ihre Programme anbieten, den Preis frei festlegen und 70 Prozent des Erlöses selbst behalten. Genau hier fangen aber auch die Punkte an, die an iOS für das iPhone kritisiert werden.

Nachteil: Totale Apple-Kontrolle, keine Flash-Unterstützung
Denn Apple lässt die Installation von Software ausschließlich über den App Store zu. Software von Drittanbietern kann daher nur dann auf dem iPhone installiert werden, wenn Apple das Programm zuvor gesichtet und im App Store freigegeben hat. Diese Politik soll angeblich sicherstellen, dass keine schädliche Software auf das iPhone gelangen kann. Der Verbraucher könne so stets sicher sein, dass er alles aus dem App Store guten Gewissens installieren könne. Für viele Kritiker ist dies aber nur ein Vorwand, um die vollständige Kontrolle über das iPhone zu behalten.

Ein weiterer Kritikpunkt war lange Zeit das fehlende Multitasking. Apple befürchtete, dass im Hintergrund laufende Programme die Akkulaufzeit des iPhones zu stark belasten würden und verbot diese daher. Dadurch konnte der Anwender stets nur ein Programm offen haben und nicht zwischen mehreren Anwendungen wechseln, wie es bei vielen anderen Smartphone-Betriebssystemen möglich ist. Mit iOS 4 wurde immerhin ein eingeschränktes Multitasking für bis zu sieben Anwendungen eingeführt. Aber auch die fehlende Flash-Unterstützung wird an dem iPhone-OS kritisiert. Websites, die keine zusätzliche HTML-Version anbieten, zeigt das iPhone in der Regel schlicht gar nicht an. Dies wird auch auf absehbare Zeit so bleiben.

iOS 5
Mit iOS 5 ist Ende 2011 eine neue Version des Betriebssystems erschienen, die eine große Neuerung mit sich bringt: Sie erlaubt die erweiterte Sprachsteuerung namens “Siri”. Konnten iPhone-Besitzer bislang nur Rufnummern oder Kontakte aufrufen und den integrierten iPod ansteuern, wird die neue Spracherkennungssoftware Siri die Möglichkeiten enorm erweitern. Dabei handelt es sich um einen sprachgesteuerten, virtuellen Assistenten, der mit zahlreichen anderen Anwendungen auf dem Mobiltelefon verknüpft ist.

Auf Anfrage kann dieser Informationen vorlesen, Aufgaben erledigen oder sich Texte diktieren lassen – kontextbezogen. So kann das iPhone künftig seinen Nutzer an Geburtstage erinnern, die zuvor ebenfalls mündlich eingegeben wurden, oder liefert auf Nachfrage aktuelle Informationen zum Wetter. Dabei bedient sich Siri auch großer Internetdatenbanken wie Wikipedia oder Wolfram Alpha und kann Fragen beantworten, die ihm der Nutzer stellt. Leider bleibt Siri dem neuen iPhone 4S vorbehalten.

Stand: 11/2011

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 6 + 10 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie