Das Telefon-Blog für Verbraucher

RIM BlackBerry Curve (9320): Das soll’s 2012 gewesen sein?

Aktuell kämpfen so einige Handy-Hersteller mit dem rapiden Wandel auf dem Mobilfunkmarkt. Zu den größten Verlierern jedoch gehört neben Nokia vor allem der kanadische Smartphone-Experte Research in Motion (RIM). Noch vor zwei, drei Jahren galten dessen BlackBerry-Modelle als „in“ und selbst Privatnutzer rannten zunehmend mit den praktischen Begleitern für Vieltexter umher – obwohl der BlackBerry Push-Service kostenpflichtig ist und sich die Geräteinfrastruktur eher an Geschäftskunden richtet.

Doch das ist Vergangenheit. RIM hat es nicht verstanden, auf die sich schnell wandelnden Bedürfnisse der Kunden zu reagieren und selbst Geschäftskunden wenden sich in Scharen von dem Hersteller ab. Doch anstatt das Produktportfolio komplett zu erneuern und mit neuen Innovationen aufzuwarten, wird einfach nur versucht, die vertrauten Geräte zu überarbeiten und ein wenig anzupassen. Das hat bislang aber nur wenig Erfolg gezeigt – der Marktanteil ist im freuen Fall begriffen. Und es sieht nicht so aus, als würde sich das ändern.

Im Gegenteil: Eine nun von „The Boy Genius Report“ veröffentlichte Roadmap des Herstellers zeigt als interessantestes Gerät für 2012 eine neue Curve-Variation – letzten Endes nur eine Überarbeitung der existenten Modelllinie mit den altbekannten Ausstattungsmerkmalen. Der Curve (9320) soll demnach mit einem 2,44 Zoll kleinen Display mit schwacher QVGA-Grafik aufwarten und als Highlights 3G, GPS und eine Kamera mit ebenso mageren 3,2 Megapixeln bieten. Und das Beste: Das Gerät soll mit BlackBerry OS 7.1 erst im Juli 2012 auf den Markt kommen.

Was ist los bei RIM? Wurde die gesamte Entwicklungsabteilung in den Ruhestand versetzt? Nicht, dass etwas gegen die Fortsetzung einer Klassiker-Baureihe einzuwenden wäre. Aber wenn ein so mager ausgestattetes Gerät schon alles für 2012 gewesen ist (nebst einem kleineren, noch schwächer ausgestatteten Schwestermodell), dann sieht es düster aus für den einst so beliebten Hersteller. Ob RIM noch die Kurve kriegt? Wieso eine so marginale Überarbeitung der Curve-Baureihe erst Mitte des Jahres erscheint, ist unverständlich. Aber vielleicht – so hoffen wir – hat BGR ja auch irgendein Killer-Feature des Curve (9320) übersehen.


iZettle Kartenlesegerät: Mobil Kreditkartenzahlungen annehmen

Was in den USA dank des Anbieters Square schon eine ganze Weile boomt, soll nun auch in Europa salonfähig werden: das Bezahlen mit Kreditkarte bei Privatpersonen und Selbstständigen. Möglich macht dies ein kleines Kartenlesegerät von Square, welches schlicht an den Kopfhöreranschluss eines iPhones, iPads oder Android-Smartphones angesteckt wird. Der Zahlungswillige steckt einfach seine Kreditkarte ins Lesegerät, welches den Magnetstreifen ausliest und bezahlt auf diesem Wege die geforderte Summe. Das Geld wird von Square am nächsten Werktag auf einem US-Konto gutgeschrieben, 2,75 Prozent werden als Dienstleistungsausgleich einbehalten.

Genutzt werden kann das System mit Visa, Mastercard, American Express und Discover. Spezielle Verträge oder Mindestumsätze werden nicht gefordert, alles funktioniert herrlich unkompliziert. Auf diese Weise können Privatpersonen beispielsweise ihre eBay-Geschäfte untereinander abwickeln oder kleine Geschäftsleute auch ohne aufwendiges Kassensystem mobil Zahlungen entgegennehmen – ohne endlos Rechnungen ausstellen zu müssen. Apropos Rechnungen: Eine E-Mail stellt dem Zahlenden die Abrechnung zu.

Nun sind in Europa allerdings Magnetstreifen eine aussterbende Gattung. Immer mehr gehen Banken und Kartenindustrie zur Chipkartenzahlung über, die weniger leicht gefälscht und missbraucht werden kann. Square konnte daher bislang in Europa nicht Fuß fassen, in die Lücke ist aber das Unternehmen iZettle gesprungen. Dieses erlaubt zumindest Nutzern mit einem iOS-Gerät die bargeldlose Zahlungsannahme mit einem ähnlichen Prinzip. Einzige Unterschiede: Das Gerät ist kein Magnetstreifenleser, sondern ein Chipleser. Und es sitzt nicht am Kopfhöreranschluss sondern am Dock-Anschluss unterhalb des Gerätes.

iZettle erfüllt laut Unternehmen alle Voraussetzungen der Kartenindustrie und hat eine EMV- und PCI-DSS-Zulassung. Das Geld fließt auch hier direkt auf ein gewünschtes Bankkonto und Rechnungen werden via E-Mail zugestellt. Eine PIN-Abfrage erfolgt nicht, dafür leistet der Zahlende eine Unterschrift auf dem iOS-Gerät. In Schweden, wo das Gerät Ende 2011 in den Regelbetrieb gegangen ist, kostet eine Transaktion 1,50 SEK (ca. 17 Cent) plus ebenfalls 2,75 Prozent vom gebuchten Betrag.


Casio G-Shock Smartphone: An erster Stelle unglaublich robust

Wie das Online-Magazin „areamobile.de“ berichtet, hat der insbesondere für seine Uhren und Taschenrechner bekannte Hersteller Casio ein neues Mobiltelefon angekündigt. Sein neuestes Produkt nenne sich G-Shock Smartphone und sei ein Android-Handy mit sehr auffälligem Aussehen. Einen Prototypen habe das Unternehmen auf der Elektronikmesse CES 2012 in Las Vegas ausgestellt, Details zur Ausstattung seien aber noch sehr rar. Betont worden sei stattdessen die Widerstandsfähigkeit.

Kein Wunder: Die G-Shock-Modellreihe umfasst bislang primär Armbanduhren, die für ihre enormen Nehmerfähigkeiten bekannt sind. Und das soll das Smartphone offenbar nicht nachstehen: Obwohl das Gerät über einen Touchscreen bedient wird, soll es einen Fall aus immerhin drei Metern Höhe in jedem Fall überleben. Bis zu einer Wassertiefe von 10 Metern bleibe das Gehäuse dicht und das Handy somit funktionsfähig. Ferner halte das Gerät ein Gewicht von bis zu einer Tonne aus – die meisten Autos können also darüber rollen, ohne es zu beschädigen.

Ein Handy für das Cocktail-Kleidchen ist das Casio G-Shock wahrlich nicht. Die Zielgruppe dürften wohl eher Handwerker und Bauarbeiter sein, die nicht auf die Vorteile eines Smartphones verzichten möchten, bei deren Arbeit ein normales Smartphone aber keine zwei Wochen überleben würde. Casio hat dankenswerterweise daher auf das Design gepfiffen und ein zwar klobiges, aber gut durchdachtes Gerät entworfen. So berichtet areamobile.de von einer Reihe großer, seitlich angebrachter Tasten, welche den Touchscreen ergänzten.

Auf diese Weise soll das Casio G-Shock Smartphone anscheinend auch mit Handschuhen bedienbar bleiben. Das Magazin mutmaßt, die Tasten dürften den Zugriff auf die Grundfunktionen des Systems erlauben. Interessant wird es nun noch zu sehen sein, mit welcher Ausstattung das Mobiltelefon aufwarten kann, denn hierzu weiß areamobile.de leider noch gar nichts zu berichten. Insbesondere die Ausdauer dürfte für viele Nutzer der besagten Zielgruppe ein wesentlicher Faktor sein – Steckdosen für Ladegeräte sind auf dem Bau schließlich Mangelware.


Nokia Lumia 910: Euro-Version des 900 mit 12-MP-Kamera?

Das Nokia Lumia 900 geisterte eine ganze Weile im Internet herum und löste bei vielen Nokia-Freunden Eurphorie aus: Als großer Bruder des Lumia 800 sollte es die Flaggschiffrolle übernehmen und insbesondere mit seinem großen 4,3-Zoll-Display sowie LTE-Unterstützung punkten können. Dann kam zur CES 2012 in Las Vegas vor wenigen Wochen die Ernüchterung: Das Handy wird es vorerst nur in den USA geben, deutsche Kunden bleiben außen vor. Fast. Denn es kommt noch das Lumia 910.

Diese Variante des Lumia 900 wurde nun von Eldar Murtazin, Chefredakteur des russischen Mobilfunkmagazins „Mobile Review“, offenbart. In einem Tweet schreibt er grob übersetzt: „Wer benötigt ein Lumia 900 im Juni, wenn sie planen, das Lumia 910 (mit 12 MP) im Mai zu bringen?“ Mit „sie“ ist in diesem Fall Nokia gemeint und er bezieht sich in seiner Nachricht ausdrücklich auf Europa, wie er im Anschluss an diese rhetorische Frage präzisiert. Damit hat er gleich zwei interessante Hinweise geliefert.

Zum einen plant Nokia seinen Informationen zufolge scheinbar, das Lumia 900 nun doch noch in Europa auf den Markt zu bringen – im Juni 2012. Doch schon einen Monat zuvor soll das Schwestermodell seine Aufwartung machen, mit einer 12-Megapixel-Kamera als Highlight. Seine in den Raum gestellte Frage ist dabei äußerst berechtigt, denn das normale Lumia 900 besitzt nur eine 8-Megapixel-Kamera und würde damit für die Kundschaft bei ansonsten identischer Ausstattung weniger attraktiv sein. (Der Nutzen nach oben geschraubter Auflösungszahlen sei an dieser Stelle einmal außen vor gelassen.) Interessanterweise berichtet „Unwired View“ in diesem Zusammenhang, dass erste Händler in Großbritannien das 900er aus ihren Vorbestellungslisten getilgt haben sollen. Eventuell warten die nun auch auf das 910?

Zur sonstigen Ausstattung des kommenden Flaggschiffs verrät Murtazin nichts, die Produktnummer lässt jedoch den Rückschluss zu, dass es sich um ein weitgehend baugleiches Modell zum Lumia 900 handeln dürfte. Eventuell fehlt im Gegenzug für die bessere Kamera aber das LTE-Modul, da die Hersteller bislang aus unerfindlichen Gründen meinen, dieses bei europäischen Varianten einsparen zu können.


Samsung Galaxy Nexus: Kommt endlich auch mit 32 Gigabyte

Das Samsung Galaxy Nexus ist das aktuelle Flaggschiff des Unternehmens und wird von der Android-Nutzerschaft stark nachgefragt. Doch ein Aspekt treibt hiesige Kaufinteressierte schier in den Wahnsinn: Das Galaxy Nexus besitzt leider keinen integrierten microSD-Speicherkartenslot, wird in Deutschland aber bislang nur in der kleinen Version mit 16 Gigabyte Speicherplatz verkauft. Das jedoch ist so manchem Nutzer, der neben vielen Apps auch eine umfangreiche Medienbibliothek sein Eigen nennt, schlicht zu wenig. Nicht wenige haben daher in Foren ihren Unmut bekundet und von einem Kauf Abstand genommen. Doch nun naht Abhilfe: Wie das Online-Magazin „areamobile.de“ berichtet, soll in Kürze das Galaxy Nexus mit 32 Gigabyte Speicherplatz erhältlich sein.

Und tatsächlich: Ein kurzer Check der wichtigsten Online-Händler zeigt mittlerweile vereinzelt auch das 32-Gigabyte-Modell. Hierbei bewegt sich der erwartete Liefertermin zwischen dem 9. Februar 2012 (Expansys) und einem nicht näher spezifizierbaren Punkt in der Zukunft (Cyberport). Auch beim Preis gibt es starke Differenzen. So will Expansys nicht weniger als 720 Euro plus noch einmal rund 13 Euro Versand sehen, bei Cyberport sind es knapp 600 Euro bei 6 Euro Versandkosten. Gleichwohl kann es gut sein, dass Expansys mit dem frühen Verkaufsdatum nur Kunden locken will, damit die bei dem vergleichsweise hohen Preis zugreifen. Die Praxis ist in der Branche zumindest nicht ungewöhnlich. Die Wahrheit werden wir erst am 9. Februar erfahren.

Vom Speicherplatz abgesehen handelt es sich jeweils um das gleiche Gerät. Das Samsung Galaxy Nexus gehört zu den derzeit stärksten Handys am Markt. Es arbeitet mit einem 1,2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor, der von 1 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird, und bietet einen 4,65 Zoll großen Touchscreen mit 720 x 1.280 Pixeln Auflösung und Super-AMOLED-Technik. Zu den weiteren Features zählen eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, LED-Blitzlicht und HD-Fähigkeit (1.080p bei 30 Bildern je Sekunde), eine 1,3-Megapixel-Frontkamera für Videotelefonate, ein Media Player und natürlich GPS. Für die Datenübertragung stehen alle aktuellen Dienste zur Verfügung. Dazu gehören neben USB 2.0 und Bluetooth 3.0 auch ein NFC-Modul und WLAN inklusive Hotspot-Funktionalität. Aus dem Mobilfunknetz saugt das Handy die Daten dank HSPA+ mit bis zu 21 MBit/s.

Wann genau das unter Android 4.0 laufende Handy mit 32 Gigabyte Speicherplatz nun erhältlich sein wird, ist zwar noch ungewiss: Die Ankündigungen der Online-Händler machen aber Mut, dass es recht bald sein wird. Und dann könnte das Samsung Galaxy Nexus noch eine Menge mehr Nutzer begeistern als bisher.


LG CX2 Optimus 3D 2: Flacher Nachfolger bleibt beim Dual-Core

Das LG Optimus 3D war erst Mitte 2011 in großer Stückzahl in den Läden aufgetaucht, da gab es bereits im Herbst die ersten Gerüchte über einen Nachfolger. Angeblich habe einer der Chefentwickler, Henry Noh, ein noch flacheres Design gefordert, das sich trotz 3D-Technik auf Flunderniveau bewege. Nun bestätigen sich diese Gerüchte: Im Internet sind erste Bilder eines LG CX2 genannten Smartphones aufgetaucht, bei dem es sich laut „Unwired View“ um besagtes LG Optimus 3D 2 handeln soll.

Das Handy soll in der Tat noch einmal spürbar flacher werden als der Vorgänger und nunmehr anstatt knapp über 11 Millimeter spürbar unter 10 Millimeter messen. Interessanterweise ist aber nicht mehr die Rede von 7 Millimetern wie noch in dem zitierten Interview mit Noh. Auch bei der Leistung wird nicht ganz so sehr an der Stellschraube gedreht wie vielleicht einige gedacht haben. War das ursprüngliche Optimus 3D ein Vorzeigegerät mit Highend-Ausstattung, gilt das für den Nachfolger anscheinend nur noch bedingt.

So schreibt Unwired View, das Mobiltelefon werde bei einem Dual-Core-Chipsatz bleiben, dessen Taktrate von 1 auf 1,2 GHz minimal ansteige. Es wird also weder ein neuer Dual-Core-Chipsatz mit 1,5 GHz Taktrate verbaut noch ein Quad-Core-Chipsatz. Auch die Bilddiagonale des Gerätes soll mit 4,3 Zoll identisch ausfallen (WVGA-Auflösung, NOVA-Technologie). Weitere bekannte Eckdaten des Handys seien Datentransfers via HSPA und WLAN nach 802.11 b/g/n, NFC, GPS, Bluetooth 3.0 sowie 8 Gigabyte interner Speicher. Die Kamera besitze 5 Megapixel Auflösung.

Es sieht also so aus, als wäre das LG CX2 Optimus 3D 2 tatsächlich mehr ein leichtes Upgrade für das bisherige – als zu dick empfundene – Vorgängermodell als ein richtiger Nachfolger. Wer das alte 3D besitzt, dürfte damit auch weiterhin glücklich sein, der Neid beim Blick auf das 3D 2 hält sich in Grenzen. Zumal auch 11 Millimeter Bautiefe nun wahrlich nicht gerade „dick“ sind.


HTC Primo: Musikalisches Mittelklasse-Handy mit Android 4.0

Im Internet sind Informationen zu einem neuen Musik-Handy des taiwanischen Smartphone-Experten HTC aufgetaucht, das vielleicht schon auf der kommenden Mobilfunkmesse Mobile World Congress 2012 (MWC) im Februar vorgestellt werden wird. Einem Bericht des Online-Magazins „areamobile.de“ zufolge soll das Gerät die Projektbezeichnung HTC Primo tragen und zur Beats-Audio-Baureihe gehören, deren Fokus auf einer möglichst hochwertigen Musikwiedergabe liegt.

HTC hat Ende vergangenen Jahres erstmals Handys mit der Beats-Audio-Technologie vorgestellt, darunter das HTC Sensation XL und das HTC Sensation XE. Die Technologie soll für satte Bässe und klare Höhen sorgen. Dabei kommt eine Kombination aus Software und Hardware zum Einsatz, mit der die Musik so wiedergegeben werden soll, wie es vom Künstler angeblich vorgesehen worden ist. Praktisch: Sobald die im Lieferumfang vorhandenen In-Ear-Kopfhörer „Beats by Dr. Dre“ angeschlossen werden, erkennt das Handy dies und schaltet automatisch auf das passende Soundprofil um. Es dürfte daher zu erwarten sein, dass auch das HTC Primo ein entsprechendes Headset mit sich bringt.

Was die restliche Ausstattung anbelangt, bewegt sich das Primo dagegen eher in der soliden Mittelklasse – und damit in einem erschwinglicheren Preissegment als die beiden vorgenannten Handys. Der Prozessor soll dem Bericht zufolge mit 1 GHz takten und auf zwei Kerne zurückgreifen können, ergänzt werde dies um 512 Megabyte Arbeitsspeicher. Bedient werde das Handy wiederum über einen 3,7 Zoll großen Super-AMOLED-Touchscreen mit Gorilla-Glas-Schutz. Eine Kamera mit 5 Megapixeln Auflösung und Dual-LED-Blitzlicht soll die Ausstattung komplettieren. Sie erlaube auch die Aufnahme von HD-Videos bis 720p und besitze eine gute Blende von f/2.0, was gute Fotos selbst bei schlechten Lichtverhältnissen verspreche.

Darüber hinaus wird das HTC Primo wohl eines der ersten HTC-Handys mit dem neuen Betriebssystem Android 4.0 sein. Laut areamobile.de werde das Gerät auch die hauseigene Nutzeroberfläche in der neuen Version 4.0 vorweisen können. Weitere Informationen sind derzeit aber noch nicht verfügbar und werden wohl auch erst in Barcelona auf dem MWC 2012 bekannt werden. Wann das Handy dann auf den Markt kommt, steht jedoch noch in den Sternen.


Hyundai MB-1200: Überraschend gute Klangqualität

Kleine Billig-Handys im Scheckkartenformat sind als Give-Aways bei Unternehmen und als schlichte Zweit-Handys bei den Nutzern recht beliebt. Doch fast immer leiden diese Geräte an eklatanten Qualitätsmängeln, unter anderem bei der Sprachqualität. Und was nützt einem das kostengünstigste Mobiltelefon, wenn man damit aber schlichtweg nicht vernünftig telefonieren kann? Doch das Hyundai Mobile MB-1200 ist in dieser Hinsicht eine angenehme Überraschung – in doppelter Hinsicht.

Denn ausgerechnet das Hyundai-Handy schafft, was der Konkurrenz in der Regel nicht gelingt. Hyundai Mobile, das aufgrund notorischer Erfolglosigkeit sein direktes Geschäft in Europa großteils wieder einstellen musste und nunmehr eigentlich nur noch über dritte Kanäle in Deutschland vertreten ist. Doch während andere Hyundai-Handys eher ein irritiertes Stirnrunzeln hervorrufen, kann dem MB-1200 durchaus Qualität bescheinigt werden. Das Gerät soll ersten Tests zufolge überraschend klar klingen und die Sprache umgekehrt auch sehr verständlich übertragen.

Etwas schwieriger sieht das mit dem SMS-Versand aus. So wird lobend hervorgehoben, dass das MB-1200 schon vor-verfasste Kurznachrichten biete, die sofort versandt werden oder noch ein wenig angepasst werden könnten. Das Schreiben neuer Kurznachrichten soll dagegen etwas mühsam sein, was natürlich wieder der Miniaturtastatur geschuldet ist. Mit nur 94 x 54 x 6 Millimetern ist das Handy sehr klein – und auch angenehm flach. Trotz des nahezu durchweg verwendeten Plastiks soll die Verarbeitung gut wirken.

Das kleine Bauformat hat aber auch Auswirkungen auf das Display: Das ist mit 1,7 Zoll wahrlich ein Winzling und bietet auch nur wenig Informationen auf gerade einmal drei Textzeilen. Somit wird auch das Lesen längerer SMS zur Geduldsprobe. Doch wer beim Hyundai MB-1200 zugreift, sucht sicherlich primär ein Notfall-Handy oder billiges Zweitgerät, da kann man angesichts von 30 Euro wohl die Augen zudrücken – auch wenn es durchaus Nokia- und Samsung-Handys gibt, die da mehr bieten.

Der größte Nachteil des Hyundai Mobile MB-1200 ist aber der verbaute Akku. Mit mageren 280 mAh Nennladung ist das Gerät einfach unterversorgt. Das reicht – wenn überhaupt – für bis zu drei Stunden Gesprächszeit, und auch im reinen Stand-by ist der Saft nach nur fünf Tagen weg. Das ist gerade bei einem simplen Nur-Telefonie-Handy im Grunde nicht entschuldbar. Auch nicht, wenn die Sprachqualität so überraschend gut ausfällt.


ViewSonic ViewPhone 3: Variante des V350 mit 800-MHz-CPU

Man weiß nicht so recht, ob man es als Nachfolger oder doch nur als Variante bezeichnen soll: Auf der Website der US-Regulierungsbehörde FCC ist mit dem ViewSonic ViewPhone 3 ein enger Verwandter des Dual-SIM-Smartphones V350 aufgetaucht. Das als ViewSonic ViewPhone 3 bezeichnete Android-Gerät präsentiert sich optisch nahezu identisch und scheint auch beim Innenleben nur an zwei Stellen Abweichungen zu zeigen: Zum einen arbeitet es nun mit einem 800-MHz-Prozessor, im Vorgänger muss sich der Nutzer mit 600 MHz begnügen. Zum anderen ist auf dem Handy nun bereits Android 2.3 Gingerbread als Betriebssystem vorinstalliert. Kunden des V350 haben dagegen erst Ende 2011 von Android 2.2 auf Android 2.3 updaten können.

Ansonsten jedoch bietet das Telefon das gewohnte Bild. So wird der Prozessor von 512 Megabyte RAM-Speicher unterstützt, bedient wird das Handy über einen 3,5 Zoll großen Touchscreen mit der eher mageren Auflösung von 320 x 480 Pixeln. Letzterer arbeitet kapazitiv und erlaubt Multitouch-Gesten, die Pixeldichte liegt bei 165 ppi. Datentransfers können beim ViewPhone 3 über den GPRS-Datenbeschleuniger EDGE oder den UMTS-Datenbeschleuniger HSDPA erfolgen. Weitere Schnittstellen umfassen GPS (A-GPS), Bluetooth 2.1 +EDR, WLAN nach 802.11 b/g/n und USB 2.0.

Der Unterhaltung dient die integrierte 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Videofähigkeit, ergänzt wird dies um den üblichen Android-Media-Player und ein FM-Radio. Dank einer 3,5mm-Klinke können hochwertige Kopfhörer angeschlossen werden, genügend Speicher für Fotos und Musik ermöglicht der Steckplatz für microSD-Speicherkarten bis 32 Gigabyte Größe. Der interne Speicher zeigt sich dagegen mit 512 Megabyte wiedermal sehr beschränkt. Auch der Akku ist mit seinen 1.500 mAh Nennladung kein Ausdauerkracher, vor allem angesichts eines Dual-SIM-Smartphones.

Denn das ist wieder das wichtigste Kaufargument für das ViewSonic ViewPhone 3: Dank zweier SIM-Steckplätze kann der Nutzer zwei Handy-Tarife gleichzeitig verwenden. Auf diese Weise ist die Trennung zwischen beruflichen und privaten Gesprächen ebenso möglich, wie die zusätzliche Verwendung einer kostengünstigen Prepaid-Karte im Urlaubsland neben der heimatlichen Karte, um weiterhin erreichbar zu bleiben. Allerdings heißt es noch, abzuwarten. Eventuell handelt es sich beim ViewPhone 3 auch nur um eine reine US-Variante, die hierzulande gar nicht erhältlich sein wird.

Die Frage ist ohnehin: Lohnt sich das Zugreifen? Für Neukunden bleibt auch das ViewPhone 3 sicherlich die derzeit einzig wirklich ernst zu nehmende Alternative unter den Dual-SIM-Smartphones. Bestandskunden dagegen brauchen ein Upgrade eher nicht zu erwägen. Android 2.3 haben sie beim V350 mittlerweile ebenfalls, und der 800 MHz schnelle Prozessor ist kein wirklich starkes Upgrade gegenüber dem bisherigen 600-MHz-Modell. Hier hätte ViewSonic sicherlich gut daran getan, gleich den Sprung auf 1 GHz zu vollziehen – Dual-Core, versteht sich. Diese Chipsätze kosten im Einkauf mittlerweile nur wenig mehr, hätten dem Gerät aber die gewünschte Leistung verliehen.


Sony Xperia U: Dual-Core-Androide mit SMS-Leuchtband

Bereits Anfang Dezember 2011 waren erste Gerüchte zu einem Sony Ericsson Kumquat aufgetaucht, welches die neue Mittelklasse des Herstellers definieren sollte. Nun ist das Kumquat wieder auf der Bildfläche erschienen – und zwar unter der Bezeichnung Sony Xperia U. Gesichtet wurde es im System der indonesischen Regulierungsbehörde für Telekommunikation. Dort heißt es wörtlich: „Sony Ericsson / Sony Ericsson XPERIA U ST25i / Sony XPERIA U ST25i / XPERIA U ST 25i / ST25i“.

Die vielen verschiedenen Bezeichnungen kommen nicht von ungefähr: Gerade vollzieht Sony die Trennung von seinem langjährigen Partner Ericsson, weshalb vor Kurzem noch nicht genau klar war, unter welcher Bezeichnung künftige Geräte in den Handel kommen würden. Da Sony mit dem Xperia S bereits ein sehr klares Benennungsschema vorgegeben hat, dürfte Xperia U damit die wahrscheinlichste Benennung sein.

Es sollte nicht verwirren, dass auf dem unter anderem bei GSMArena gezeigten Testgerät noch immer „Sony Ericsson“ prangt. Die Trennung der beiden Partner zieht sich noch etwas hin, so dass Prototypen und Messemodelle zunächst weiterhin das Sony-Ericsson-Brand tragen, während im Handel dann vermutlich nur noch Sony auf den Handy prangen wird. Davon gehen jedenfalls derzeit die meisten Beobachter aus. Sony selbst schweigt sich dazu aus und nutzt in Pressemitteilungen gar parallel beide Namen.

Technisch zeigt sich das Sony Xperia U in der Tat frisch: Endlich hält die Dual-Core-Prozessortechnik auch im mittleren Produktsegment Einzug. Das Xperia U wird den bisherigen Informationen zufolge über einen 1 GHz starken Zweikernprozessor verfügen, 3,5 Zoll Bilddiagonale besitzen (FWVGA-Auflösung) und mit einer 5-Megapixel-Kamera ausgestattet sein. Optisch sieht es dem Xperia S stark ähnlich – sogar das neue Leuchtband findet sich wieder unter dem Display. Dieses soll unter anderem bei eingehenden SMS aufleuchten und weitere Funktionen übernehmen. Nach langer Zeit endlich wieder einmal Geräte, die Nachrichten auch optisch signalisieren – sehr gut!


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