Grundsätzlich wäre das LePhone S899t von Lenovo Mobile nur ein weiteres Oberklasse-Smartphone unter vielen. Was das Gerät jedoch aus der Masse hervorhebt, ist der beinahe unglaublich gute Preis: Für gerade einmal 1.299 Yuan soll das Handy zunächst in China an den Start gehen. Das entspricht umgerechnet rund 160 Euro – das bewegt sich im Bereich einfachster Android-Geräte. Doch ein solches ist das LePhone S899t nun wahrlich nicht, wie erste Daten zeigen, die ins Internet durchgesickert sind.
Das für Juni oder Juli 2012 erwartete Smartphone soll nämlich mit einem 4,5 Zoll großem Touchscreen arbeiten, der immerhin eine stolze qHD-Auflösung bietet (540 x 960 Pixel). Davon können andere Einsteigergeräte nur träumen. Ferner ist die Rede von einem 1 GHz starken ST-Ericsson NovaThor U8500 auf Basis des ARM-Cortex-A9-Chipsatzes. Zwar wirkt die Taktrate zunächst wenig beeindruckend, doch handelt es sich um einen Dual-Core-Prozessor, der sehr ordentliche Benchmarks vorweisen kann.
Noch interessanter ist die Information, wonach der Prozessor durch einen Grafikchip Mali 400 unterstützt werde. Dabei handelt es sich um die gleiche Grafikeinheit, die in aktuellen Sony-Geräten zum Einsatz kommt und für ihre Leistungsstärke gelobt wird. Trotz der eher flauen Taktrate des Prozessors sollten also Anwendungen zügig reagieren und selbst grafiklastige Apps problemlos gehandhabt werden können. Schade nur, dass bislang noch keine Informationen zum verwendeten Arbeitsspeicher existieren.
Ohnehin sind die Informationen derzeit leider noch sehr mager. Abseits der bereits genannten Merkmale wird lediglich verraten, dass das Handy schlanke 9,9 Millimeter flach sein soll und Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich zum Einsatz komme. Das aber rundet das Bild durchaus ab: Da kommt ein Smartphone mit der aktuellen Android-Version, das schlank ausfällt, die Ausstattung eines gehobenen Oberklassegerätes bietet und nicht mehr kostet als ein Einsteigergerät. Traumhaft, wenn es denn alles so stimmt. Lassen wir uns überraschen.
Der finnische Handy-Hersteller Nokia mag die Vorherrschaft auf dem Smartphone-Markt eingebüßt haben und in diesem Segment regelrecht kopflos umherstolpern, doch im Bereich der Billiggeräte ist das Unternehmen nach wie vor die Nummer Eins. Das stellt Nokia mit einem neuen Einsteiger-Handy unter Beweis: Das Nokia 112 wartet nicht nur mit einer für diese Preisklasse überraschend runden Ausstattung auf, es nimmt auch zwei SIM-Karten gleichzeitig auf und besitzt darüber hinaus eine beeindruckende Ausdauer.
Denn trotz Dual-SIM-Funktion bietet das Mobiltelefon eine Sprechzeit von nicht weniger als 14 Stunden, die Standby-Zeit wird mit 35 Tagen angegeben. Das sind selbst für klassische Einsteigergeräte enorme Akkulaufzeiten, bei einem Dual-SIM-Handy gilt diese Aussage erst recht. Denn hier müssen zwei Telefonmodule parallel arbeiten und stets für den Empfang von Anrufen und Nachrichten aktiv bereitstehen. Möglich macht dies ein in dieser Klasse bislang nie gesehener Akku mit satten 1.400 mAh Nennladung. Solche Akkus finden sonst nur bei Smartphones Verwendung.
Und dann wäre da eben noch die erfreulich runde Ausstattung: Das Nokia 112 erlaubt nicht nur die gleichzeitige Verwendung zweier SIM-Karten, es bietet auch einen integrierten MP3-Player, ein FM-Radio und eine VGA-Kamera – auch wenn letztere sich wohl allenfalls für die Erstellung von Kontaktbildchen eignet. Für das Preissegment unter 50 Euro ist das in jedem Fall bemerkenswert. Und damit endet die Aufzählung nicht: Das 112 kann auch Datentransfers via EGDE sowie Bluetooth vorweisen und ist mit einem speziellen Browser ausgestattet, der 90 Prozent des Daten-Traffics reduziert, indem er die Inhalte ans Display anpasst.
Zugegeben: Groß surfen wird man mit dem Gerät trotzdem nicht. Denn auf einem Display mit nur 1,8 Zoll Bilddiagonale und mageren 128 x 160 Pixeln Auflösung ist das schlichtweg unmöglich. Für den Zugriff auf Facebook und Twitter aber ist das sicherlich eine nette Möglichkeit, die hier auch beide über Schnellzugänge erreichbar sind. Etwas lächerlich wirkt dagegen die beworbene Möglichkeit, 40 EA-Games kostenfrei auf dem Handy zu installieren. SimCity Deluxe oder Need for Speed The Run wird wohl kaum jemand ernsthaft auf diesem Mobiltelefon spielen wollen. Dennoch ist das Nokia 112 natürlich sein Geld allemal wert: So viel Leistung für so wenig Moneten muss Nokia erst einmal jemand nachmachen.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche neuen Hersteller alle plötzlich auf der Bildfläche erscheinen, sowie ein bestimmtes Produkt nur genügend Goldgräberstimmung auslöst. Android-Handys liegen zwar schon seit mehreren Jahren im Trend, doch ihr Wachstum ist ungebremst und so finden sich auch immer wieder völlig unbekannte Hersteller, die noch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Und das in der Regel mit völlig unbrauchbarer Hardware – Hauptsache, ein paar greifen aus purem Geiz zu.
Denn der Preis ist sicherlich der Angelpunkt, mit dem die Kauflaune am stärksten gereizt wird. Und wer will schon nicht ein schickes Touchscreen-Handy mit Android-Betriebssystem, das „für ‘n Appel und ‘n Ei“ nachgeworfen wird. Auch das Geeksphone Zero setzt an dieser Stelle an. Indes fällt die Hardware dermaßen schlecht aus, dass auch dieses Gerät schlicht in die Kategorie „Gelesen, gelacht, F8“ gehört. Denn was Geeksphone da bietet, haben andere Einsteigergeräte schon vor drei Jahren als Standardausstattung genossen.
So wird das Smartphone von einem einfachen Qualcomm-Prozessor angetrieben, der nur 600 MHz Taktrate bereitstellt. Als Unterstützung besitzt das Gerät lediglich 256 Megabyte Arbeitsspeicher, Ruckler und lange Wartezeiten beim Öffnen von Apps sind also vorprogrammiert. Auch ist der interne Flashspeicher auf 512 Megabyte begrenzt, was gerade bei Android ein Problem ist. Denn obwohl seit Version 2.2 Apps auch auf der Speicherkarte abgelegt werden dürfen, ist dies bei vielen Programmen noch nicht der Fall – oder sie funktionieren dann nicht korrekt.
Apropos Android 2.2: Leider wurde auch hier gespart – warum auch immer. Denn das Zero verwendet eben jene schon lange veraltete Version des Betriebssystems. Android 2.3 soll als Update folgen, von Android 4.0 ist keine Rede – und angesichts der Hardware wäre das auch keine gute Idee. Immerhin: Die Standards wie HSPA, GPS und eine 5-Megapixel-Kamera finden sich auch hier, doch schon beim Display ist wieder Schluss mit der Freude, denn HVGA auf 3,2 Zoll sind einfach nicht mehr zeitgemäß.
Kurz: Es gibt da draußen jede Menge attraktive Androiden für wenig Geld. Da braucht es kein Geeksphone Zero mehr.
Da fragt man sich doch, warum Sony das nicht hinbekommt: Selbst der auf dem Weltmarkt kaum eine Rolle spielende Hersteller Lenovo aus China stattet seine neuen Geräte ab Werk mit der aktuellen Firmware Android 4.0 aus. Bestes Beispiel dafür ist das just angekündigte Lenovo LePhone S680, welches zwar nur sehr schlicht ausgestattet ist, aber dennoch mit Ice Cream Sandwich ausgeliefert werden wird. Ob das bei einem solchen Gerät überhaupt Sinn macht, steht freilich auf einem anderen Blatt.
Denn das LePhone S680 wird mit einem Qualcomm MSM7227A ausgestattet sein, einem Single-Core-Prozessor mit wahlweise 800 oder 1 GHz Taktrate. Beobachter mutmaßen bereits, dass der Chipsatz nur mit der geringeren Taktrate laufen wird, und dann stünde die Arbeitsleistung des Smartphones schlecht da: Bei 800 MHz dürfte das System schon nach dem Öffnen von zwei, drei Apps ausgelastet sein und in die Knie gehen. Ruckler bei der Bedienung sind also ebenso zu erwarten wie Abstürze, denn Android 4.0 ist bei allen Vorzügen recht ressourcenhungrig.
Weitere bereits bekannte Eckdaten des neuen Android-Smartphones sind ein Bildschirm mit 480 x 800 Pixeln Auflösung und eine 5-Megapixel-Kamera. Die Abmessungen betragen 127,0 x 67,0 x 10,7 Millimeter, fallen also reichlich ordinär aus. Es handelt sich weder um einen großen Klotz noch eine elegante Flunder. Das Gewicht ist dagegen mit 139 Gramm doch recht üppig, zumindest angesichts dieser Abmessungen und der eher schlichten Ausstattung. Leider sind weitere Informationen bisher nicht verfügbar.
Sehr wahrscheinlich wird das Lenovo LePhone S680 aber ohnehin seine Aufwartung zunächst in der eigenen Heimat China machen. Erst anschließend ist – wenn überhaupt – mit einem weltweiten Verkauf zu rechnen. Interessant wäre eine solche Option trotz der fragwürdigen Kombination aus schwachem Prozessor und Android 4.0: Die Bildschirmauflösung ist für ein solch einfaches Gerät recht hoch – und so könnte das Gerät all jene ansprechen, die zwar keine großartigen App-Spielchen mit ihrem Handy treiben, aber dennoch nicht auf ein schönes Display verzichten wollen.
Nokia mag ja das Rennen um die Smartphone-Krone verloren haben, im Bereich der Low-Budget-Geräte sind die Finnen jedoch nach wie vor eine große Nummer. Und hier schickt sich das Unternehmen an, eine neue Gerätegeneration in den Ring zu schicken, welche die Konkurrenz mit neuen Features in die Ecke drängen soll. Den Anfang macht unter anderem das Nokia 110, ein im untersten Preissegment angesiedeltes Handy im klassischen Candybar-Stil. Es punktet mit seiner Dual-SIM-Fähigkeit.
Das bedeutet, der Nutzer des Nokia 110 kann parallel zwei SIM-Karten betreiben – und das sogar im Dual-Standby-Modus, so dass er jeweils auf beiden Karten erreichbar ist. Im Lowend-Bereich ist das noch keine Selbstverständlichkeit, die Dual-SIM-Fähigkeit in Europa ohnehin noch eine rare Angelegenheit. Ein großer Vorteil gegenüber den Geräten der Mitbewerber soll ferner der speziell angepasste Browser für Series 40 sein, welcher 90 Prozent des Datentransfers reduziere, indem er die Inhalte auf das kleine Display des Handys anpasse.
Und das ist in der Tat winzig: Mit 1,8 Zoll und mageren 128 x 160 Pixeln bleibt das Surfen mit dem 110er-Modell wohl primär eine Notlösung, trotz Datenkompression und EDGE-Unterstützung. Da dürfte wohl allenfalls der direkte Zugriff auf Facebook und Twitter interessant sein, um auch unterwegs stets vernetzt zu bleiben. Interessant ist jedoch, dass Nokia ernsthaft glaubt, jemand würde auf diesem Display komplexe Handy-Games spielen wollen. Denn mit dem Gerät erwirbt der Kunde den Zugriff auf 40 kostenfreie EA-Games, darunter Need for Speed The Run, Bejeweled,und SimCity Deluxe. Man mag sich kaum vorstellen, wie man SimCity auf dieser Bilddiagonale spielen soll – der Bildausschnitt muss winzig ausfallen.
Dennoch hat das Nokia 110 durchaus Potenzial. Denn für einen erwarteten Obolus von lediglich 42 Euro erhält der Nutzer ein voll funktionstüchtiges Dual-SIM-Handy mit MP3-Player, FM-Radio, Bluetooth und rudimentärem Internet-Zugang. Selbst eine VGA-Kamera ist mit von der Partie, auch wenn deren Bilder wohl allenfalls zur Bestückung der Kontakte taugen. Mit einer Ausdauer von 10,5 Stunden Sprechzeit oder 26,5 Tagen Standby-Zeit ist das Mobiltelefon zudem endlich mal wieder ein echter Langläufer – und das trotz Dual-SIM-Fähigkeit. Hut ab!
Der taiwanische Smartphone-Hersteller hat die Gerüchte um ein neues Einsteigermodell nun auch offiziell bestätigt. Doch anders als zunächst erwartet kommt das Gerät nicht unter dem Namen Wildfire C auf den Markt, sondern als Desire C. Damit möchte der Hersteller offenbar eine Aufwertung vollziehen, denn einst standen die Desire-Smartphones für die Speerspitze des HTC-Portfolios. Dass dies beim Desire C allerdings nicht so ist, stellt man bei Betrachten der technischen Daten dann doch recht schnell fest.
Tatsächlich wurden alle zuvor umgehenden Spekulationen über das Gerät bestätigt – und damit auch die durchaus berechtigte Frage, was genau das Desire C nun vom bisherigen Wildfire S unterscheidet. Denn wie beim alten Gerät kommt auch diesmal wieder nur ein langsamer Single-Core-Prozessor mit 600 MHz Taktrate zum Einsatz, der von 512 Megabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die Display-Diagonale hat sich zwar leicht von 3,2 auf nunmehr 3,5 Zoll erhöht, doch die Auflösung ist mit 320 x 480 Pixeln vergleichsweise schlicht geblieben.
Das Desire C besitzt eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, verzichtet aber auf eine Frontkamera für die Videotelefonie. Der interne Speicher fällt ferner mit 4 Gigabyte begrenzt aus, kann jedoch via microSD-Speicherkarte um bis zu 32 Gigabyte ergänzt werden. Datentransfers können mit GPRS, EDGE und HSDPA erfolgen, wobei Downloads bis 7,2 MBit/s unterstützt werden – was für moderne HSDPA-Module erstaunlich wenig ist. Von HSUPA ist gar keine Rede. Immerhin gibt es aber WLAN nach 802.11 b/g/n und Bluetooth 4.0. Ein GPS-Empfänger ergänzt diese Ausstattung.
Letzten Endes gibt es abgesehen von der minimalen Bildschirmvergrößerung und der aktuellen Software-Version Android 4.0 fast keine Unterschiede zum Wildfire S. Und Letzteres könnte sich sogar als Hemmschuh herausstellen: Denn Android 4.0 benötigt sehr viel Systemressourcen, und an denen mangelt es dem Handy massiv. Da könnte schon der gleichzeitige Betrieb von zwei, drei Apps das System zum Ruckeln bringen, wie Experten bereits befürchten. Die Frage ist also: Warum sollte man hier zugreifen?
Einen kleinen Unterschied gibt es aber dann immerhin doch noch: Das HTC Desire C soll mit NFC ausgestattet sein, wenn es bei o2 zum Preis von 220 Euro erworben wird. Kurioserweise soll die frei verkäufliche Variante aber auf NFC verzichten – also Augen auf beim Handy-Kauf!
Eine ganze Weile ist es zuletzt um Samsungs eigentlich recht beliebte DuoS-Baureihe ruhig geblieben, nun scheint sich ein neues Modell anzukündigen. Wie das Online-Magazin „Unwired View“ schreibt, bereitet das südkoreanische Unternehmen den Marktstart eines Samsung Evan C3782 genannten Handys vor, bei dem es sich wieder um ein Dual-SIM-Gerät handeln soll. Ungewöhnlicherweise verzichtet es auf den bekannten DuoS-Zusatz, aber vielleicht hängt das auch vom jeweiligen Zielmarkt ab.
Denn trotz der offensichtlich eher auf den angelsächsischen Raum abzielenden Benennung soll das Mobiltelefon weltweit in den Verkauf gehen. Eventuell wird das Handy hierzulande dann auch einfach als Samsung C3782 DuoS verkauft werden, wie wir es gewohnt sind. Viel erhoffen sollte man sich ohnehin nicht. Denn anders als bei all den anderen Geräten der jüngeren Vergangenheit aus Samsungs Produktküche handelt es sich beim C3782 nicht um ein Android-Smartphone oder ein Windows Phone. Es wird überhaupt auf ein bekanntes Betriebssystem verzichtet.
Beim Evan C3782 handelt es sich um ein einfaches Feature Phone für den Massenmarkt, das mit Sicherheit auch stark auf Entwicklungsmärkte wie Osteuropa und Russland sowie Lateinamerika abzielen dürfte. Hier sind die Dual-SIM-Geräte von Samsung auch besonders erfolgreich. Bei der technischen Ausstattung gibt es denn auch wenig zu erwähnen: Das Telefon wird über eine ganz klassische alphanumerische Fronttastatur (T9) bedient, der Bildschirm fällt mit 2,4 Zoll sehr klein aus. Kein Wunder, handelt es sich doch um ein Handy im klassischen Candybar-Format.
Im Inneren finden sich eine einfache 3-Megapixel-Kamera und ein FM-Radio, dank 3,5mm-Klinkenschnittstelle können auch hochwertige Kopfhörer angeschlossen werden. Neben Bluetooth gibt es EDGE für Datentransfers, 3G-Verbindungen werden dagegen nicht unterstützt. Abseits der Möglichkeit, zwei verschiedene SIM-Karten parallel zu verwenden, gibt es also nicht viel zu berichten. Der genaue Kostenfaktor ist unbekannt, er dürfte sich aber kaum jenseits der 100-Euro-Schwelle bewegen.

Das neue Gigaset A420A ist das perfekte Einsteigergerät für Ruhesuchende. Denn trotz der ansonsten eher spartanischen Ausstattung kann das Gerät mit zwei äußerst praktischen Funktionen aufwarten. So gibt es zum Beispiel einen Nachtmodus, der in einem definierten Zeitraum jegliches Klingeln unterdrückt. Natürlich kann dieser Zeitraum frei eingestellt werden, auch wenn die Wahrung der Nachtruhe der im Vordergrund stehende Zweck dieses Modus ist. Und auch die parallel integrierte Anrufsperre dürfte als wohltuender Ruhebringer empfunden werden: Hierbei werden kurzerhand alle Anrufe von Teilnehmern mit unterdrückter Rufnummer stumm geschaltet und nur noch optisch signalisiert.
Das A420A zeigt damit, dass auch ein Telefon von einfacher Ausführung noch lange nicht auf nützliche Extras verzichten muss. Das wesentlichste Merkmal, der Anrufbeantworter, kann sogar mit soliden 25 Minuten Aufnahmezeit überraschen. Normal sind in dieser Ausstattungsklasse eher 12 bis 15 Minuten. Zu den weiteren praktischen Extras gehören der Schnellzugriff auf verpasste Anrufe durch eine eigene Funktionstaste, eine beleuchtete Tastatur und ein mit 100 Positionen durchaus komfortables Telefonbuch. Gigaset betont ferner die „sehr gute Lesbarkeit von Ziffern und Buchstaben“ am Display. Das Telefon dürfte sich also mit seiner einfachen Bedienung und den gut zu treffenden Metal-Dome-Tasten auch wieder bei der älteren Generation großer Beliebtheit erfreuen.
Nicht zuletzt überzeugt das Telefon mit einem fortschrittlichen Eco-Plus-Modus, bei welchem das Funkmodul auch tatsächlich komplett abgeschaltet wird, wenn das Mobilteil in die Basisstation gestellt wird. Das funktioniert sogar mit mehreren Mobilteilen, was sehr wichtig ist – aber in dieser Preisklasse keinesfalls selbstverständlich. Insgesamt können bis zu vier Mobilteile an der Basis des Telefons angemeldet werden, verkauft wird das Gerät mit einem, zwei oder drei Mobilteilen auch in Bundles. Ab Mitte Mai ist es soweit: Dann ist die Single-Variante für rund 50 Euro erhältlich.

Kyocera gehört hierzulande bislang nicht gerade zu bekanntesten Handy-Herstellern, eher verbindet man mit dem Unternehmen Drucker für Business-Aufgaben. Auch die Smartphones des Unternehmens dürfen getrost als Business-Geräte ohne große Multimedia-Ausrichtung bezeichnet werden. Doch das soll sich ändern. Mit dem Kyocera Hydro bringt der Hersteller ein erstes Android-Smartphone auf den Markt, welches eher für den Schnorchel-Urlaub an der Adria als für das Büro gedacht ist.
Denn das Hydro ist dem Namen entsprechend komplett wasserdicht. Mit der IPX7-Einstufung kann es eine satte Stunde in bis zu einem Meter Wassertiefe verharren, ohne dass es seine Funktionsfähigkeit einbüßt. Schade, dass Kyocera da unnötig Potenzial verschenkt: Denn wie bei Kyocera üblich fallen die restlichen Multimedia-Eigenschaften eher mau aus. Mit der mageren 3,2-Megapixel-Kamera dürften jedenfalls kaum brauchbare Unterwasservideos anzufertigen sein. Schade eigentlich, denn komplett wasserdichte Androiden sind noch echte Exoten am Markt. In der Regel beschränkt sich der Schutz allenfalls auf Spritzwasser.
Aber vielleicht soll ja auch das Hydro eher das mobile Büro mit an den Strand bringen, so dass die Business-Funktionen ausgeprägter sind? Leider finden sich dazu bislang keine Informationen, wohl aber zum restlichen Innenleben. So stammt die Power von einem 1 GHz schnellen Qualcomm-Prozessor des Typs Snapdragon, der von 512 Megabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die Bedienung wiederum erfolgt über einen 3,5 Zoll in der Bildschirmdiagonale messenden Touchscreen mit eher mageren 320 x 480 Pixeln Auflösung. Wenigstens handelt es sich um ein IPS-Panel, wodurch die Ablesbarkeit im Sonnenlicht recht ordentlich ausfallen sollte, zudem zeichnen sich solche Displays durch eine gute Blickwinkelstabilität aus.
Auch die Ausdauer dürfte angesichts eines 1.500 mAh starken Akkus zufriedenstellend ausfallen – zumindest angesichts der ansonsten eher einfacheren Ausstattung. Und mit 120 Gramm ist das Kyocera Hydro für ein Gerät mit Vollwasserschutz auch noch erfreulich handlich. Es dürfte durchaus spannend zu sehen sein, wie sich das Handy im Alltag so schlägt. Die Frage ist nur, ob wir es je zu Gesicht bekommen: Kyocera verkauft in Europa leider primär Feature Phones und gerade keine Smartphones. Eigentlich unsinnig angesichts des Smartphones-Booms hierzulande.
Die Modell-Flutwelle des japanischen Smartphone-Herstellers Sony hält unverändert an. Wie das Online-Magazin „Unwired View“ berichtet, sei nun in einem User Agent Profile auf der Sony-Website ein neues Gerät entdeckt worden, das als Nachfolger des Outdoor-Smartphones Sony Ericsson XPERIA active gehandelt werde. Denn die Modellnummer ähnle mit ST27i extrem stark der ST17i des XPERIA active. Und dem muss wohl zugestimmt werden, denn im Benennungsschema von Sony steht die dritte Stelle der Produktbezeichnung für das Jahr der Veröffentlichung. ST17i war also ein Gerät aus 201(1), das ST27i wird dementsprechend der Nachfolger für das Jahr 201(2).
Bei der Ausstattung sollte man nicht allzu viele Fortschritte erwarten, denn bei der Ziffer, die für die Ausrüstung des Gerätes steht, tragen beide Modelle eine „7“. Das entspricht einer gehobenen Mittelklasse-Ausstattung, die ein Stück weit vom absoluten Highend entfernt bleibt. Bekannt sind aufgrund des veröffentlichten User Agent Profiles allerdings bislang nur ein Touchscreen mit der Auflösung von 480 x 854 Pixeln sowie ein (ehemals hauseigener) Prozessor ST-Ericsson NovaThor U8500 mit 1 GHz auf zwei CPU-Kernen.
Die genannten Frequenzen sprechen zudem für die Unterstützung von HSPA-Datentransfers, so dass schnellste Downloads auch mit dem „Lotus“ genannten ST27i möglich sein sollten. Interessant wäre nun, ob Sony die eine große Schwachstelle des alten active behoben hat: den schlechten Akku. Ausgerechnet hierzu gibt das User Agent Profile allerdings (naheliegenderweise) keine Auskunft. Und so heißt es, abzuwarten, bis das Gerät in einer offiziellen Bekanntmachung seine Aufwartung macht.
Etwas verrät das UAP dennoch schon: Das Sony Xperia ST27i Lotus wird wohl ebenso wie alle anderen bisherigen Sony-Geräte noch mit Android 2.3 auf den Markt kommen. Das ist etwas unverständlich, schließlich schaffen es mittlerweile nahezu alle anderen Anbieter, ihre Geräte mit dem aktuellen Android 4.0 auszustatten. Update hin oder her: Warum hat Sony solch ein Problem, die jeweils aktuelle Software zu verwenden? Hoffentlich bessert sich dann wenigstens endlich die Update-Politik…